Intelligente Folien für anspruchsvolle Kunden

Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) herausgebrachte Magazin "Unternehmen Region" befasst sich mit den Themen Innovation, Forschung und Unternehmergeist in den Neuen Bundesländern. Das Magazin erscheint dreimal jährlich in der zweiten Jahreshälfte. Die erste Ausgabe 01/2017 erschien Ende August und befasst sich u.a. auch mit aktuellen Forschungsthemen von POLIFILM. Das Einsatzspektrum moderner Kunststofffolien ist in der heutigen Zeit sehr vielfältig, sie erleichtern beispielsweise Fertigungsprozesse, sichern Transportwege oder sind essentieller Bestandteil moderner Landwirtschaft.

"Wir haben anspruchsvolle Kunden, diese verlangen nach intelligenten Folien, um sie zu intelligenten Produkten zu verarbeiten", sagt Maria Heinze, Projektmanagerin Entwicklung POLIFILM EXTRUSION GmbH. Im Bereich Landwirtschaft sind das beispielsweise biologisch abbaubare Folien, die exakt bis Saisonende durchhalten, um sich anschließend möglichst schnell zu zersetzen. Das mühsame Einsammeln und entsorgen wird so zukünftig nicht mehr notwendig sein.

Andere "intelligente Folien" orientieren sich an Beispielen der Natur. Oberflächenstrukturen wie bei Blättern der Lotuspflanze oder den Füßen von Geckos konnten im Laborumfeld schon erfolgreich auf Folienoberflächen übertragen werden. Die Herausforderung liegt auf der Verlagerung in die Großserienproduktion. "Stretchfolien könnten ohne Zusatzstoffe haften und sich gleichzeitig besser abrollen lassen. Beschichtungen und Druckfarben könnten länger halten. Zudem würde eine direkte Oberflächenveredelung ohne Zusatzstoffe die Recyclingfähigkeit der Folie verbessern", so Heinze weiter.

POLIFILM ist ein wichtiger Knotenpunkt im mitteldeutschen Expertennetzwerk, das sich rund um das Thema Kunststoffe spannt. Das Institut für Kunststofftechnologie und Recycling (IKTR) in Weißandt-Gölzau, die Fachhochschule Merseburg, die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und das Fraunhofer-Institut für Mikrostruktur von Werkstoffen und Systemen (IMWS) Halle liegen in unmittelbarer Nähe zum Standort Weißandt-Gölzau. Im Rahmen ausgewählter Forschungsprojekte erfolgt eine sehr enge Zusammenarbeit. Weitere Informationen hierzu im Magazin "Unternehmen Region" Ausgabe 01/2017.

Fotos: Thilo Schoch